Kleinstes Haus Deutschlands im Schnoorviertel Bremen (LDGG)

Schnoor Bremen: Unsere Tipps rund ums kleinste Haus Deutschlands

Kleinstes Haus Deutschlands im Schnoorviertel Bremen (LDGG)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Schnoor ist das älteste Viertel Bremens: enge Gassen, kleine Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, mitten in der Altstadt
  • Marktplatz mit Rathaus und Roland (UNESCO-Welterbe), Stadtmusikanten und Böttcherstraße liegen fünf Minuten zu Fuß entfernt
  • Die Schlachte an der Weser für den Abend, das Viertel für Kneipen und Läden, der Freimarkt im Oktober, der Weihnachtsmarkt im Dezember
  • Unser kleinstes Haus Deutschlands steht direkt im Schnoor, Hinter der Balge 9, ab 99 Euro pro Nacht

Der Schnoor ist das Stück Bremen, das aussieht, als hätte jemand die Winkelgasse nachgebaut: Gassen, in denen zwei Leute kaum aneinander vorbeikommen, Häuser, die schief, bunt und ein paar hundert Jahre alt sind. Der Name kommt von „Schnur“, weil die Häuschen wie Perlen aneinandergereiht stehen. Unser kleinstes Haus Deutschlands steht mittendrin. Hier, was ihr von dort aus machen könnt, ohne je ein Verkehrsmittel zu brauchen.

Durch den Schnoor selbst

Erst mal ohne Ziel. Der Schnoor ist klein, aber in jeder Gasse steckt ein Laden, ein Café, eine Werkstatt oder ein Teestübchen. Goldschmiede, Bonbonmanufaktur, Puppenhäuser, Antiquariate. Morgens vor zehn gehört das Viertel euch allein, ab mittags kommen die Stadtführungen. Am besten früh raus, Kaffee holen, einmal alles ablaufen, dann weiter.

Marktplatz, Roland und Rathaus

Fünf Minuten zu Fuß. Das Rathaus und der Roland sind UNESCO-Welterbe, der Dom steht daneben, die Stadtmusikanten um die Ecke an der Westseite vom Rathaus. Die Vorderbeine vom Esel sind blank gerieben, weil jeder dran fasst. Macht ihr auch.

Böttcherstraße

Hundert Meter Backsteinexpressionismus zwischen Marktplatz und Weser, in den Zwanzigern vom Kaffeekaufmann Roselius gebaut. Glockenspiel aus Meissener Porzellan, das mehrmals am Tag spielt, Museen, Läden, und am Ende steht ihr an der Weser.

Schlachte und Weser

Die Schlachte ist die Promenade an der Weser mit Biergarten an Biergarten, im Sommer der Ort für den Abend. Von hier fahren auch die Weserfähren und Hafenrundfahrten. Im Dezember wird daraus der Schlachte-Zauber, ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt.

Das Viertel

Ostertor und Steintor, von Bremern nur „das Viertel“ genannt: zehn Minuten vom Schnoor, Kneipen, kleine Läden, Kunsthalle am Eingang, Sielwall-Kreuzung als Mittelpunkt. Wenn ihr abends nicht in der Altstadt sitzen wollt, geht ihr hierhin.

Essen, das es nur hier gibt

Im Winter Kohl und Pinkel, also Grünkohl mit einer Grützwurst, die man nicht erklären, nur probieren kann. Knipp zum Frühstück. Bremer Klaben als Kuchen. Und Kaffee, Bremen war die Kaffeestadt Deutschlands, das merkt man in den Röstereien bis heute.

Wenn ihr Zeit habt

Das Universum, ein Science Center am Uni-Campus, mit der Straßenbahn 20 Minuten. Die Überseestadt mit alten Speichern und neuen Restaurants am Hafen. Und wenn Werder spielt, ist das Weserstadion zu Fuß am Fluss entlang erreichbar.

Kurz beantwortet

Wie weit ist der Schnoor vom Hauptbahnhof? Etwa 15 Minuten zu Fuß, quer durch die Altstadt. Mit der Straßenbahn bis Domsheide, dann zwei Minuten.

Kann man im Schnoor parken? Nein, das Viertel ist Fußgängerzone. Parkhäuser gibt es rund um die Domsheide und am Weserufer.

Wann ist Bremen am schönsten? Im Dezember mit Weihnachtsmarkt und Schlachte-Zauber, im Oktober während des Freimarkts, dem größten Volksfest Norddeutschlands, und im Sommer wegen der Schlachte.

Das Haus dazu: Kleinstes Haus Deutschlands im Schnoor buchen. Wie eine Nacht auf vier Quadratmetern abläuft, steht hier: Übernachten im kleinsten Haus Deutschlands.

Fynn Kliemann